Große Pläne

Ist es nicht immer das gleiche, im Winter nimmt man sich alles Mögliche für das kommende Jahr vor ? So war es letztes Jahr auch, was ich alles probieren wollte, und was ich dann wirklich gemacht habe !? Es ist ja in etwa immer die gleiche Reihenfolge: es ist jetzt noch kalt, also, wer kein Raubfischangler ist, geht ein bißchen Stippen. Hauptsächlich in Fließgewässern, wo es relativ einfach ist Weißfische zu fangen. Relativ ist natürlich so ein Begriff der dehnbar ist. Profis fangen im Moment sogar die eine oder andere Schleie, aber die „Anderen“ kriegen keinen Fuß an die Erde. Zu wenig Gewässerkenntnis und wenig Fischverstand lassen sie oft verzweifeln und recht erfolglos am Ufer stehen, während sie neidvoll zu den besseren Anglern herüber schauen, da bei Ihnen höchstens mal ein Minibarsch oder Ukelei an der Angel zappelt. Aber es fängt ja schon bei den Ködern an, man sollte sich schon um Maden bemühen, Dosenmais und Teig werden zur Zeit nicht so sehr viel bringen. auch sollte schon ein wenig gefüttert werden. Nicht so viel Futter wie im Sommer, aber ein wenig geruchsintensives Futter vollbringt manchmal Wunderdinge. Aber das alles nützt natürlich nichts wenn der Köder auf halber Wassertiefe durch den Kanal trudelt und den Fischen meterweise über den Köpfen baumelt. Auch der blödeste Brassen wird sich nicht bequemen nach dieser ominösen Made, die da verdächtig die oberen Wasserschichten durchfurcht, zu steigen. Etwas wärmer geworden, schaut man ob vielleicht der Aland schon auf Hochzeitsreise ist ? Anfang -Mitte März sollte es soweit sein, das man ihn hinter Verbauungen wie Brücken und Buhnen sowie in ruhigen und tiefen Bereichen ausserhalb der Hauptströmung antrifft. als Köder hat sich Borkenkäferlarve, Maden und Rotwurm recht gut bewährt. Bei diesen Fischen ist der Spaßfaktor schon sehr hoch und ein Unterfangkescher ist ein Muss. Jetzt erwärmt sich das Wasser langsam etwas mehr und auch andere Fischarten greifen ins Geschehen ein. Für mich natürlich Schleie, Giebel und große Brassen. Natürlich noch nicht in Massen, aber es besteht schon die Möglichkeit ein paar zu fangen.

Es erfordert schon etwas Raffinesse und ist nicht jedem gegeben, diese Fische zu dieser Zeit regelmäßig zu fangen. Wer es beherrscht, kann ruhigen Gewissens von sich behaupten, etwas stippen zu können. Kurz danach fängt auch der Aal an zu laufen und die Karpfen fressen wieder etwas mehr, nicht die Mengen wie in der Saison, aber man kann sie schon beim Fressen finden und erfolgreich beangeln. Mit dem Aal hingegen ist das so eine Sache, das er läuft heißt nicht das er auch beißt. Oft fängt der Fischer welche im Netz, aber die Angler haben nicht Einen, er frisst einfach zu wenig, es ändert sich aber mit steigender Wassertemperatur. Jetzt Ende April beginnt im allgemeinen für die meisten unserer Angelfreunde die richtige Angelsaison, überall ist Bewegung und Aktion. Auch die Raubfischangler legen jetzt richtig los und man muß wieder zum ruhigen Stippen von den größeren Gewässern flüchten, weil überall Blech, Kunststoff und Gummi durchs Wasser gezerrt wird. Na gut, ist ja auch ne Art Angeln !? Aber Spass beiseite, auch das Kunstköderangeln bringt jetzt Erfolge und viele Erlebnisse. Und schon sind wir im Frühsommer und es geht alles………. Eigentlich wollte ich doch von Vorsätzen und Plänen erzählen, aber so ist es eben bei uns Petrijüngern, das Leben und die Natur geben vor was geschieht. Ich wollte letztes Jahr ein paar Gewässer beangeln die ich vorher ein paar Mal besucht habe, um mir ein Bild von ihrem Zustand zu machen. Aber angeln war ich dort nicht ein Mal, es gab ja genügend zu fangen an den üblichen Gewässern. Vielleicht wären die anderen Gewässer fängiger gewesen………..vielleicht !? Ich werde mich mal ruhig hinsetzen und überlegen was ich dieses Jahr alles machen werde, zumindest kann ich es mir ja vornehmen……

petri

Dieser Beitrag wurde unter Zu Hause veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.