Alle falsch….

Es ist passiert, wir schreiben den 6. Mai des Jahres 2020 und ich habe noch nicht eine Schleie gefangen, nicht mal ne Kleine. Wann das das letzte Mal passiert ist? Ich weiß es nicht, es ist lange, lange her. Ich habe es probiert, nein untätig war ich nicht, alle meinen klugen Ratschläge habe ich befolgt, aber sie scheinen dieses Jahr nicht so wirklich zu funktionieren. Letzter Reinfall vorige Woche, ich war nach geschätzten 100 Jahren mal wieder an den Torflöchern in O. Sie haben sich deutlich verändert, weniger Wassertiefe und alles etwas mehr zu gewachsen. Ein Spionageausflug mit Marlies vor 14 Tagen zeigte aber das dort geangelt wird. Astgabeln, runter getretenes Gras, sowie eine Knicklichtverpackung zeigten Aktivitäten. Also war ich letzte Woche dort: Bolorute, Futter, Mais, Wurm und los. Rechts neben mir saß ein angelndes Pärchen und versuchte scheinbar ein paar Köderfische zu bekommen. Sie schienen aber nicht voller Euphorie zu sein. Aber ich hatte nach 10-15 Minuten die ersten Fische, ein paar recht gute Plötze. Das war nicht der Zielfisch, doch etwas Bewegung und Hoffnung. Da ich dicht am Ufer mehr Bewegung als weiter draußen hatte, zog ich die Futterstelle etwas näher zum Gewässerrand. Dort hatte ich sofort einige Bisse……. und verschlug sie erbarmungslos! Auch Fressblasen erschienen jetzt, was noch erschien war Frank, mein Sohn. Ich hörte seine bullige Maschiene schon von weitem, er ließ das Motorrad auch etwas abseits stehen und kam zum beäugen meiner nicht vorhandenen Erfolge. Ich rechtfertigte mich mit dem Wetter, Sonnenschein, Luftdruck und….überhaupt…. Aber das war ein Anlass das Gerät zu wechseln: die Bolo weg und die leichte 6 Meter Stippe in die Hand, etwas nachgefüttert und nun ging es Schlag auf Schlag. Ich hätte wohl eine Wanne voll Fisch angeln können….

Aber leider waren es wieder einmal nur Giebel in rauhen Mengen und nicht mal in vernünftigen Größen. Ok, Spaß macht es ja und anhand der Fressblasen war ja die Hoffnung auf Tinca Tinca noch vorhanden, doch mit jedem Giebel wurde sie geringer. Frank startete sein Zweiradmonster und reiste weiter, ich sprach von 10 bis 15 Minuten. Es wurden 1,5 Stunden, man kennt das, doch weder die Größe noch die Art der Fische änderte sich. Ich fahre natürlich die Tage nochmal hin, so lass ich das nicht stehen und als ich losging zog ein großer Fisch von der Futterstelle Richtung Seemitte, als wenn er sich über Angler lustig macht. Warte es ab! Wir sehen uns wieder…..in Waffen!!!!

Petri Bernd

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