Und weiter…….

Was ist das für ein Jahr ? Manches geht, manches nicht. Vieles ist nicht einfach zu bewerkstelligen, aber man muß halt das Beste daraus machen. Hier ein paar kleine Begebenheiten der letzten zwei Monate. Der Chronologie folgend war ich zuerst einmal (wieder) mit Marcus am Hoppeloscher See, wie jedes Jahr einmal. Wir erwarteten jede Menge Spaß mit halbwüchsigen Karpfen. Aber dieses Jahr hatten wir uns geirrt, die Karpfenpracht war doch sehr zurückhaltend in der Größe und Anzahl. Der erste gehackte Fisch des Tages war wohl nach meinem Gefühl der Größte, aber er stieg schon in der ersten Flucht aus. Dann folgte eine Minischleie und etliche kleine Karpfen, die Marcus sogar an der Stippe bewältigen konnte.

Bevor die neuesten Coronabeschränkungen griffen, konnten wir sogar noch drei Veranstaltungen durchführen.Die Abangeln auf Raub-und Friedfisch, sowie das Brandungsangeln. Kurz zum Raubfischangeln, ich mag es nicht sooooo sehr, mach aber mit. Ca 30 Boote fuhren raus und manch einer fing auch gut, genauer gesagt die Hälfte der Angler. Der beste Hecht war 86 cm lang, ich fing nach einer halben Stunde einen brauchbaren Fisch und fuhr nach 1,5 Stunden rein zum Kaffee. Die meisten angelten die 4 Stunden durch und wurden teilweise für ihr Durchhalten belohnt. Am Ende lag ich im oberen Drittel und war zufrieden. Beim Friedfischangeln waren wir am I-Kanal und ausnahmsweise konnte sich jeder seinen Angelplatz selbst auswählen. Ecki und ich liefen fast bis ans Ende und wurden dafür belohnt. Ecki hatte sich die schmalste Stelle genommen und fing dort beständig Plötze, fast über die gesamte Zeit. Ich hatte mir eine Stelle mit einem großen Busch auf der anderen Seite gesucht, der gab den Fischen etwas Deckung weil er weit über das Wasser ragte. Damit lag ich nicht verkehrt und und fing ein paar halbwüchsige Brassen. Am Ende lagen Ecki und Ich punktgenau auf dem ersten Platz, reife Leistung!

Zwischendurch war ich mit Marlies bei super Herbstwetter unterwegs um im Wald spazieren zu gehen und eventuell ein paar Pilze zu fangen. Es war toll im Herbstwald und wir haben eine schöne Mahlzeit Maronen gefangen, die wir abends mit schön Zwiebeln in die Pfanne taten und danach auf den Teller!

Das Wetter ließ uns auch beim Brandungsangeln nicht im Stich, wobei man es diesmal nicht als Brandungsangeln bezeichnen konnte, es war mehr ein Molenangeln. Wir saßen nämlich an der Hafeneinfahrt in Hohe Düne und angelten in der Fahrrinne am Tage auf Flunder, Dorsch und Wittling. Ich stand mit Reini, Marcus und Ecki zusammen und wir hatten einen spaßigen Tag. Ecki legte fürchterlich los und war nach einer Stunde schon klar vorne. Im laufe der Zeit kam ich ihm allerdings mit meinen großen Flundern immer näher, konnte Ihn aber nicht mehr erreichen. So blieb mir der zweite Platz, Marcus wurde Dritter, alle anderen hinter uns. Es war ein super Angeltag und wir hatten alle mehr als eine Mahlzeit im Eimer!

Ja, was bleibt im Moment noch zu sagen, Corona hat uns noch und es wird noch etwas bleiben. Am Ende des Tunnels ist vielleicht etwas Licht( Impfmedikament), aber sicher ist nichts. Wobei wir hier in Meck/Pomm ja relativ gut dran sind! Nichts desto Trotz geht alles immer weiter, und deswegen wünsche ich Euch allen Gesundheit und ein

PETRI

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Corona 3.0

Ja, wir hatten uns damit beschäftigt das Wochenendhäuschen meiner Tochter Kati und ihres Mannes Toralf zu renovieren. Es mußte sogar das Dach aufgenommen werden, weil ein Marder es sich in der Zwischendecke bequem gemacht hatte. Das Haus steht übrigens am Tiefen Ziest, einem super Angelgewässer. Nach 14 Tagen Schinderei dachte ich mir, wir sollten zur Entspannung zu Matze fahren und es uns gut gehen lassen. Gesagt und getan, um 8 Uhr fuhr mein Auto, nachdem Toralf zugestiegen war, Richtung Angelsee. Ich habe schon mit Toralf geangelt, in Dänemark, auf Dorsch und Plattfisch, er kennt also die Grundlagen des Angelns und es macht Ihm viel Spaß. Das Gespräch im Auto drehte sich um mögliche Angelmethoden und den damit verbundenen Angelerfolg. Toralf lauschte meinen Ausführungen mit der Ihm eigenen Skepsis. Ankunft, ein kleines Palaver mit den anwesenden Anglern bei einem Käffchen und dann Aufbau der beiden leichten Browning-Karpfenruten. Ich hatte gestern noch schnell ein paar Miniweißfische gestippt um vielleicht einen morgendlichen Aal oder Zander zu fangen. Also im ersten Gang beide Ruten mit leichter Posenmontage und Köderfisch dicht am Ufer ausgelegt und auf unseren Stühlen Platz genommen. Toralf ist beim Angeln, genau wie ich, nicht der Gesprächigste. Wir genießen die Natur und die Ruhe um uns herum und lassen sie auf uns wirken, es ist sehr beruhigend und schön. Schön war es auch das die Pose an seiner Rute unter Wasser gezerrt wurde und die Schnur von der Rolle lief. Etwas untrainiert setzte Toralf einen leichten Anhieb und die Biegung der Angelrute bestätigte den Erfolg. Mit der Ruhe eines erfolgsgewohnten Fischers führte er nach ein paar Fluchten den Fisch über den von mir gehaltenen Kescher und landete einen guten Wels. Es war kein Riesenfisch, aber ein schöner Erfolg nach 30 Minuten. Petri !

Nach einer weiteren Stunde ohne Biß, änderte ich die Taktik, wechselte die Haken und zog Maiskette auf. Ich hatte vor uns Bewegung im Wasser gesehen, Blasen und ein großer Wasserschwall verrieten die Anwesenheit großer Fische. Wir legten die Ruten wieder aus und ich versprach spassendshalber: „jetzt angeln wir einen richtigen Fisch“. Leicht ungläubig lächelte Toralf zurück und machte es sich wieder im Angelsessel bequem. Während eines belanglosen Gespräches kontrollierte ich eine der Ruten und sah im Augenwinkel die Pose der anderen Rute langsam in Richtung Seemitte fahren. Ich bat Toralf doch bitte mal einen Anhieb zu setzen, was Er auch erwartungslos tat. Was nun folgte war eine legendäre Aktion, die man vielleicht nur einmal im Leben erlebt. Nach dem Anschlag verformte sich die Rute in einen Halbkreis und die Rolle schrie kreischend auf, die Schnur wurde von der Angelrolle gerissen, der Fisch war wohl der prophezeite“Richtige“ ! Toralf sah mich ein wenig hilflos an und das erst recht als Ihm der Rollenfuß abbrach! Ich übernahm schnell mein zerlegtes Gerät, die Rolle in der linken und die Rute in der rechten Hand. Fragt mich nichtnach dieser Aktion, es war der Wahnsinn, ab und zu gelang es mir den abgebrochenen Stumpf des Rollenfußes mit der rechten Hand, in der ich auch die Rute hielt, zu greifen und etwas Schnur auf zu spulen. Allerdings wurde die Schnur sofort wieder vom Fisch von der Rolle gezerrt. Natürlich blieb es allen Anderen nicht verborgen was bei uns abging und wir hatten Zuschauer, zum Glück auch Matze , der sofort sah das mein Kescher für diesen Fisch viel zu klein war. Er holte einen deutlich größeren und wartete die Sache ab. Nach etlichen Minuten und Stresschweiß auf meiner Stirn, gelang uns die Landung. Ein riesiger Karpfen(übrigens einer meiner größten) lag vor uns. Hurra, wir hatten mal eben 40 Pfund Fisch gefangen, die uns nach dem Fototermin aus den Fingern rutschte und ins Wasser…..! Mein Gott war das ein Erlebnis…..und alle Anwesenden teilten diese Meinung!

Die defekte Rute wanderte ins Futteral und eine neue Gerte wurde montiert, die war auch wirklich neu und hatte noch nie einen Fisch gefangen, bis jetzt….. Die nächste Stunde passierte natürlich nichts, ausser dem auswertenden Gespräch über das abgelaufene Ereignis. Toralf war begeistert, vor allem über meine Ankündigung des“richtigen“Fisches. Wir zogen es in Betracht so langsam zum Ende zu kommen, bei Matze noch etwas zu essen und den Ausflug so schön ausklingen zu lassen. Doch an der Premierenangel legte sich die Pose flach und fuhr parallel zum Ufer spazieren. Im Gedanken an einen fetten Brassen schlug ich an und war über die Gegenwehr überrascht. Geradewegs Richtung gegenüberliegendes Ufer ging die Post ab, und das nach zwischenzeitlichem Schnurgewinn mehrmals. Nach einem spannenden Drill hatte die neue Rute ihren ersten Fisch gefangen, einen über 20 Pfund schweren Amurkarpfen. Na dann mal, Petri Heil!

WAS FÜR EIN ANGELTAG ? Aber jetzt war es genug der Abenteuer, wir räumten unseren Krempel zusammen, gingen noch etwas essen und fuhren Richtung Güstrow, entspannt, glücklich und zufrieden. Ich hoffe das Toralf nicht jedesmal jetzt solch eine Action erwartet und das es so gut funktioniert, aber ich denke das Er das auch weiß. So ist eben Angeln !

PETRI

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Corona 2.0 Teil 2

Natürlich gab es auch andere Angelausflüge. Einer meiner spaßigsten war ein kurzer Trip an den S-Teich. Mein Vater sagte ein paar Tage vorher, er könnte auch mal wieder Karpfen blau essen, richtig schön, mit viel Meerrettich. Ok, mal probieren, was man tun kann. Beim letzten Besuch am Teich ohne Angel, sah ich größere Fische direkt am Ufer in den Seerosen Futter suchen. Also hin dort. Ein Auto stand schon am Gewässer als ich ankam und beim Marsch an den Angelplatz kam ich beim Angelkollegen vorbei, ein „Petri“und 30 Meter weiter hatte auch ich meinen Angelplatz erreicht. Etwas grobkörniges Futter vor die Seerosen, Kescher und Rute aufgebaut und in Ruhe Platz nehmen, Routine, die man schon hunderte Male durchexerciert hat. An diesem Platz kann ich nur mit einer Rute fischen, es fehlt der Platz und ich muß sehr schnell reagieren, sonst läuft der Fisch sofort ins Kraut und ich habe schlechte Karten für eine Landung. Ablenkung ist auch vorhanden, ein stahlblauer Eisvogel sitzt mir gegenüber auf einem Ast der Schwarzerlen. Er schaut gebannt auf das Wasser und hofft sicherlich genau wie ich auf einen Fang. Ein paar Blasen auf dem Futter zeigen Aktivität unter Wasser an. Es gibt hier allerdings so einige größere Friedfische: Brassen, Schleie,Karauschen und natürlich Karpfen. Nach einigen Minuten wird meine Pose leicht angehoben und gleitet langsam Richtung Gewässermitte, ein leichter Anhieb und ein kleines Unterwasserspektakel beginnt.Da ich den Fisch Mitte See ausdrillen kann, ist alles weitere nicht so spektakulär. Kescher, Landung des ca. fünf pfündigen Fisches und ich habe genau das was ich wollte, ein schöner Portionskarpfen. Was natürlich spaßig war, ist der Zeitrahmen in dem das alles passierte, alles in allem nicht mal eine halbe Stunde. Ich baute meine Ausrüstung ab, verpackte alles und machte mich auf den Heimweg. Auf den fragenden Blick des Sportfreundes an dem ich wieder vorbei muste sagte ich nur wie nebenbei: „ich brauche ja nur einen Fisch“. Der verständnislose und etwas irritierte Blick dieses Anglers war fast noch schöner als Fang und Drill des Fisches und die Gewissheit das er uns gut munden wird.

Wo wir gerade von Spaß reden, wir haben auch unser Paarangeln mit Corona-Abstandsregeln durchgeführt, es war gar nicht so schlimm. wir waren mit unseren Damen am gleichen Wasser wie jedes Jahr und stippten mehr oder weniger ernsthaft auf verschiedene Weißfische, nachdem wir uns natürlich bei Kaffee und Kuchen begrüsst hatten und die Geschehnisse der letzten Zeit ausgewertet hatten. Der Luftdruck war etwas gefallen und das wirkte sich etwas auf die Beißlust aus, aber alle fingen etwas.und hatten Spaß. Nach einer nicht ganz so ernsthaften Auswertung der Ergebnisse belegte meine Frau Marlies mit meiner Wenigkeit den zweiten Platz um 30 Gramm hinter dem Titelverteidigerpaar. Ein supertoller Angeltag klang im Kreis von über 35 Angler und Anglerrinnen aus . Wir saßen noch eine lange Zeit zusammen bei Steak, Bratwurst sowie Bier, Sekt und diversen weiteren Getränken , die Gespräche waren etwas geschlechterspezifisch und reichten von Kindern, Enkel, Krankheiten bis zuden letzten Angelergebnissen, riesigen Fängen und Schneidertagen, alles war vertreten. Corona trat etwas in den Hintergrund und das war auch gut so, und für eine schöne Abendstunde war alles „fast normal“ !

PETRI

 

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Corona 2.0 Teil 1

Ja, ich war wieder etwas schreibfaul. Obwohl in letzter Zeit doch eigentlich allerhand los war. Zum Beispiel war ich 2 Mal in Klein Labenz am See von Matze. Das erste Mal am Herrentag, wunderbares Wetter am Morgen und ein Käffchen mit Matze und Angelfreunden. Beim Blick auf den See wurde ich etwas unruhig, überall saßen schon Angler und fröhnten der Fischwaid, nebenbei hörte ich sowas wie: es gibt Zander zur Zeit. Hatte ich dort noch nie. Ich ging auf die andere Seite des Sees und hatte vor, Karpfen und Brassen direkt vor dem Ufer zu fangen. Zwei leichte Ruten waren schnell montiert und mit meinem geliebten Dosenmais beködert, ein paar Körner vielen mir auch ins Wasser, direkt an der Angelstelle. Nach dem Einsetzen der Angeln ganz kurz vor der Uferkante beäugte ich erstmal in aller Ruhe meine Mitstreiter links und rechts , alle schienen ruhig und gelassen einem schönen Angeltag entgegen zu blicken. Etwas Tumult kam links neben mir auf als ein etwa ein Kilo schwerer Aal gekeschert wurde, auf den es der Fänger nach eigenen Angaben „nicht abgesehen“ hatte. Petri !

Ein paar Bläschen auf meiner Angelstelle zeigten auch hier Bewegung unter Wasser an. Meine Pose hob sich leicht, kippte zur Seite und ich belohnte Ihr Gebaren mit einem Anhieb. Nach 2-3 Fluchten landete ein schöner Brassen im Kescher, super ich bin kein Schneider. Und die Pose wanderte erneut, Anhieb, und diesmal war die Gegenwehr etwas heftiger, nach ein paar Minuten lag ein mäßiger Karpfen, etwas unglücklich dreinschauend, auf dem weichen Gras, schnell ein Schnappschuss und er beschloss zu seinen Artgenossen zurück zu kehren. Ist doch ein schöner Angelausflug, dachte ich so bei mir. Der nächste Fisch war eine mickrige Güster, die ich allerdings zum Anlass nahm auf die morgens gehörten Worte mit den Zandern zurück zu kommen. Man kann es ja mal mit einem Streifen Güsterfilet probieren. Ein kleiner Zusatzkorken auf die leichte Pose, und schon trieb sie, vom Winde bewegt, langsam durch den See. Ok, dachte ich so bei mir, vielleicht beißt ja auch bei mir ein fetter Aal. Tatsächlich dauerte es wirklich nur 15 Minuten, der Korken tauchte ab und Schnur lief von der Rolle. Ein paar Sekunden und ich setzte den Anhieb. Heftige Gegenwehr am anderen Ende zeigte mir an das alles funktioniert hatte. Nach weiteren Minuten hatte ich einen weiteren Fototermin !

Super zufrieden dachte ich nach etwa drei Stunden an Kaffee und ans Feierabend machen, aber einmal muste ich doch noch eingreifen und einem abziehenden Karpfen das Leben erschweren. In aller mir eigenen Coolness drillte ich den Cypriniden müde, kescherte Ihn und verabschiedete mich von Ihm und diesen gelungenem Angeltag. Ein Feiertagsmittag bei Matze mit Grillsteak und Radler beendeten meinen Herrentagsangelausflug!

Vierzehn Tage später, gleicher Ort. Wir trafen uns mit vielen Sportfreunden aus der Region um Matze zu helfen seinen Weißfischbestand etwas zu regulieren und Tierfutter zu produzieren. Wieder war sehr angenehmes Angelwetter und auch wie jedes Mal, werteten wir schon vor dem Angeln die kommenden Ergebnisse aus. Beim Käffchen wurden Takticken erörtert oder ganz einfach nur „klug geschissen“. Spaß gab es wie jedes Mal sowieso! Ein paar Karpfenangler saßen auch schon die Nacht über am See, sie sollten noch eine Rolle spielen. Na gut, meine übliche Lieblingsstelle war schon gut besetzt, also gingen wir um den See, diesmal war mein Sohn Frank wieder mit von der Partie. Er hatte eine 6 Meter „Black Magic“ von Browning „geerbt“ und muste sie natürlich auf Herz und Nieren testen.Wir hatten uns natürlich auch eine Taktik zurecht gelegt, die ich aber hier nicht erörtern will, um den geneigten Leser nicht zu verwirren und womöglich an seinen Erfolgen Schuld zu sein!? Wir mussten allerdings erfahren das andere Umstände den“ grossen Erfolg“ brachten. Die besagten Karpfenangler hatten nähmlich mehr als Mitte See gefüttert . Das bekamen die Angler gegenüber mit und sahen das diese Stelle für sie erreichbar war, es waren Manner und Uwe aus meinem Verein. Und die zwei bekamen das auch hin und angelten wie die Teufel, da war kein Kraut gegen gewachsen, sie produzierten zu zweit weit über dreißig Kilo Tierfutter. Respekt! Erstaunlicher Weise wurdem im Gegensatz zu vergangenen Jahren fast ausschließlich Brassen und Güstern geangelt, nur Ecki, der auf der Ostseite saß, hatte ein paar Plötze. Nun fragt sich der Leser was aus dem Plan von Frank und Bernd geworden ist? Er hat unter den gegebenen Umständen ganz gut funktioniert, wir waren 5. und 6. beste“ Heger“ dieses Treffens, das ganz im Zeichen meines Heimatvereins stand. Diese Veranstaltung war ein Plus für alle , Matze war ein „paar“Weißfische los, die Tiere bekamen etwas wertvolles Futter und die Angler hatten Spaß. Zum Abschluss gab es dann bei Wurst und einem Getränk noch das obligatorische Palaver über verlorene Fische, Futter, Taktik und überhaupt die Ungerechtigkeit auf der Welt……

PETRI !

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Neues Logo

Ich habe ein neues Logo für meinen Blog produziert ! Ich hoffe es gefällt, absichtlich ist dieser Fisch nicht lustig, weil, er kennt mich ja !!!!

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Alle falsch….

Es ist passiert, wir schreiben den 6. Mai des Jahres 2020 und ich habe noch nicht eine Schleie gefangen, nicht mal ne Kleine. Wann das das letzte Mal passiert ist? Ich weiß es nicht, es ist lange, lange her. Ich habe es probiert, nein untätig war ich nicht, alle meinen klugen Ratschläge habe ich befolgt, aber sie scheinen dieses Jahr nicht so wirklich zu funktionieren. Letzter Reinfall vorige Woche, ich war nach geschätzten 100 Jahren mal wieder an den Torflöchern in O. Sie haben sich deutlich verändert, weniger Wassertiefe und alles etwas mehr zu gewachsen. Ein Spionageausflug mit Marlies vor 14 Tagen zeigte aber das dort geangelt wird. Astgabeln, runter getretenes Gras, sowie eine Knicklichtverpackung zeigten Aktivitäten. Also war ich letzte Woche dort: Bolorute, Futter, Mais, Wurm und los. Rechts neben mir saß ein angelndes Pärchen und versuchte scheinbar ein paar Köderfische zu bekommen. Sie schienen aber nicht voller Euphorie zu sein. Aber ich hatte nach 10-15 Minuten die ersten Fische, ein paar recht gute Plötze. Das war nicht der Zielfisch, doch etwas Bewegung und Hoffnung. Da ich dicht am Ufer mehr Bewegung als weiter draußen hatte, zog ich die Futterstelle etwas näher zum Gewässerrand. Dort hatte ich sofort einige Bisse……. und verschlug sie erbarmungslos! Auch Fressblasen erschienen jetzt, was noch erschien war Frank, mein Sohn. Ich hörte seine bullige Maschiene schon von weitem, er ließ das Motorrad auch etwas abseits stehen und kam zum beäugen meiner nicht vorhandenen Erfolge. Ich rechtfertigte mich mit dem Wetter, Sonnenschein, Luftdruck und….überhaupt…. Aber das war ein Anlass das Gerät zu wechseln: die Bolo weg und die leichte 6 Meter Stippe in die Hand, etwas nachgefüttert und nun ging es Schlag auf Schlag. Ich hätte wohl eine Wanne voll Fisch angeln können….

Aber leider waren es wieder einmal nur Giebel in rauhen Mengen und nicht mal in vernünftigen Größen. Ok, Spaß macht es ja und anhand der Fressblasen war ja die Hoffnung auf Tinca Tinca noch vorhanden, doch mit jedem Giebel wurde sie geringer. Frank startete sein Zweiradmonster und reiste weiter, ich sprach von 10 bis 15 Minuten. Es wurden 1,5 Stunden, man kennt das, doch weder die Größe noch die Art der Fische änderte sich. Ich fahre natürlich die Tage nochmal hin, so lass ich das nicht stehen und als ich losging zog ein großer Fisch von der Futterstelle Richtung Seemitte, als wenn er sich über Angler lustig macht. Warte es ab! Wir sehen uns wieder…..in Waffen!!!!

Petri Bernd

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Corona

Ja, es ist Coronazeit und wir schränken uns alle etwas ein. Wir hier im Nordosten Deutschlands sind bis jetzt ganz gut weg gekommen aber wir sind sicher auch die Disziplieniertesten. Ich wünsche uns allen das dieser Spuk bald vorbei ist, die Erkrankten wieder gesund werden und mein tiefes Beileid den Familien die Angehörige verloren haben. Aber da ja Einige etwas Zeit haben, so wie ich, waren sie angeln. Ich natürlich auch. Das Wetter war ja sehr durchwachsen, von besten Frühlingsbedingungen bis zu saukaltem Ostwind und gruseligen Temperaturen war alles dabei. Der Inselseekanal erwärmt sich immer sehr schnell etwas und der Weißfisch zieht in Mengen hinein. Wer nicht den Anspruch auf große Fische hat, kann hier viel Spaß haben und „fette Beute“ machen. Eine Hand voll Futter und schon geht es los.

Lange mag man es nicht, weil wirklich kein Fisch über 200 Gramm kommt, selbst wenn man mit Mais angelt der die ganz Kleinen etwas außen vor läst. Etwas größer sind die Plötzen dann im Güstrow-Bützow-Kanal, 3-4 Hände schweres Futter sollten es hier aber sein. Der Strömungsdruck ist im Frühjahr etwas stärker. Ich fische dort in ruhigen Bereichen mit ca. 3 Metern Wassertiefe. Dort steigt dann auch ab und an mal ein besserer Fisch wie Brassen, Aland oder Schlei ein. Zur Zeit aber natürlich seltener.

Wobei ich auch schon einmal am Giebelteich war und sehr gut gefangen habe, die mir aber leider alle wieder rein gefallen sind. Wie ich sah waren die „Goldenen“ aber alle froh darüber! Zur Zeit kann man etwas Vitamin D gebrauchen und deshalb werde ich auch heute wieder 1-2 Stündchen los ziehen und den Sonnenschein zum Tanken benutzen, die Ruhe genießen und Schuppenträger ärgern. Ruhe gab es in letzter Zeit zwischen Rostock und Warnemünde nicht, es wurde ordentlich Hering gefangen. Sehr früh eigentlich aber es hat sich so Vieles verändert. Ob es momentan noch beißt weiß ich nicht, aber vor etwa 10 Tagen gab es viele und gute Heringe. Geschmacklich sind die Ostseeheringe sowieso die Allerbesten! Und Spaß macht die Heringsjagd ja auch.

Aber bedenkt bitte, jetzt wo Ihr zu Hause seid, bratet die Tierchen lieber Draußen sonst habt Ihr sehr lange was von dem „tollen“ Heringsgeruch. Na gut, Ihr seht das Leben steht trotz Corona nicht still. Mit etwas Vorsicht, Solidarität und nordischer Gelassenheit werden wir auch das überstehen…….
In diesem Sinne wünsche ich Euch GESUNDHEIT und ein fettes PETRI….

 

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Nach Süden, nach Süden…….

Ok, nicht im Sinne dieses alten Rockklassikers von Lift aber Ungarn ist ja auch etwas südlich. Ich war in den siebzigern schon mal dort aber damals interessierten uns hauptsächlich andere Vergnügungen als Angeln. Ich war damals mit meinem guten Kumpel Volker dort und wir waren auf Jagd, nach allen Arten von Spaß. Wir hatten nie Geld aber es reichte für Konzertabende auf dem Gellertberg oder „harmlose Besuche“in irgendwelchen Studentenbuden. Aber lassen wir diese (schöne) Nostalgie. Vor etwa 12 Jahren beschlossen wir mal wieder an den Balaton zu fahren. Wir, das sind meine liebe Frau Marlies und ich. Wir fuhren anschliessend 6 Jahre hintereinander nach Ungarn, weil uns das Land und die Menschen sehr gefallen. Ein Freund von mir war im Besitz eines relativ großen Hauses in den Weinbergen am Nordufer des Balatons, allein der Blick vom Balkon war richtig toll.

Jeder Tag begann mit diesem Ausblick beim Frühstück auf Balkon oder Terasse, Sonnenschein und super Temperaturen waren Programm. Es ist relativ preiswert dort Urlaub zu machen, Obst, Gemüse in Mengen, ein Dreigangmittagessen und Getränk für 2 Personen für 10 Euro war nicht unnormal. Aber wie gesagt, es war einfach nur schön dort! Am ersten Abend am Balaton überhaupt, gingen wir in den Nahe gelegenen Ort Györök Eis essen und ich bekam die ersten anglerischen Eindrücke. Eine ca 100 Meter lange Steinmole, als Anleger für die Ausflugsdampfer, zog sich in den See und wir trabten Eis essend dieses Bauwerk entlang. Was sofort auffiel, zwischen den Steinschüttungen gab es tausende kleiner Fische die wohl dort laichten (wie sich herausstellte, tun sie das den halben Sommer dort), es klatschte das es eine Freude war. Alle Raubfische des Gewässers fraßen sich wohl hier satt. Natürlich waren auch Angler zugegen. Einheimische die mit der Futterkorbmontage recht erfolgreich Friedfischen nachstellten, hauptsächlich Brassen, Güstern und kleinere Karpfen.

Ja, ich muste mir eine Angelkarte holen, die gibt es dort in jedem Angelladen. Man sollte dort auch nicht ohne Karte angeln, es wird teuer und das Geld ist größtenteils für den Besatz. Wenn man sehr clever ist und auf Aal angeln will, sollte man sich viel Tauwurm mitnehmen. Dort gibt es keine, so ist es „der“ Köder. Übrigens Aal, die Ungarn fischen kaum darauf, warum auch immer. Vielleicht ist es ja ein „böser“ Fisch und die streng katholischen Ungarn wollen es sich nicht mit Ihrem Schöpfer verscherzen. Aber Deutsche und Österreicher angeln viel auf Aal, entweder mit Tauwurm oder aber mit diesen kleinen Fischen, die es an der Mole in Unmengen gibt. Eine Senke oder ein feinmaschiger Unterfangkescher reichen um in 5 Minuten genügend Köderfische zu fangen. Ein Unterfangkescher ist dort sowieso Pflicht, ich fing in den 6 Jahren dort sicher ca 50 Aale, aber selten einen unter 500 Gramm. Der Schnitt ist erheblich höher. Es ist ein Supergaudi dort auf Aal zu angeln. Die Bisse an der Posenmontage sind eine Pracht. Die Aale laufen so schnell und weit, man mag gar nicht anschlagen. Brauch man auch nicht, Bügel zu und einen Moment warten und die Rute ist krumm wie ein Fidelbogen! Hindernisse gibt es kaum, leichtes Angeln ist deshalb möglich, vorausgesetzt man hat ein Landegerät zur Hand.

Auch der Beifang kann sich sehen lassen. Zander ist der Häufigste, sie sind nicht sehr groß, aber relativ häufig. Auch Zwergwels fing ich oft, bitte sehr vorsichtig damit, sie stechen mit den Brustflossen und das tut 2 Wochen weh, ich weiß es ganz genau! Beim Tauwurm kommen auch große Friedfische dazu, normale eupäische Welse werden hauptsächlich von Bootsanglern in etwas grösseren Tiefen gefangen und auch in anständiger Größe ( 1,80 m und plus). Am Tage angeln die Kids viel auf Sonnenbarsch in den Bootshäfen, er kommt dort recht häufig vor. Auch wer Spaß am Rapfenangeln hat ist dort am Morgen und Abend erfolgreich. Recht einfach sind auch große Amurkarpfen zu fangen, ich selbst hatte keine Lust Unmengen Futter zu verklappen aber habe einige Sportfreunde gesehen die Fische deutlich jenseits der 40 Pfundmarke gefangen haben. Übrigens gibt es im Balaton sehr viele Schlangen, sie sind meist sehr hübsch, bunt und völlig ungefährlich. Die Kinder spielen mit Ihnen beim Baden. Zum Schluss noch ein paar Tips für Leute die es zufällig mal ans Nord- oder Westufer des Sees verschlägt. Es gibt ein paar Orte die nicht sooooo bekannt sind. Aber meiner Meinung nach einen Abstecher verdienen: die Höhlen von Tapolca, wo man mit mit Aluminiumbooten unter der Erde einem Flußlauf folgt, ist aber nichts für Leute mit Klaustrophobie! Im Ort befindet sich auch eine alte Wassermühle mit Flusslauf (mit sehr viel Fisch, auch Forellen), Angeln aber verboten. Dort befindet sich auch ein alter Mühlteich mit riesigen Koikarpfen, die kann man sehr schön von einem der 3 Cafes beobachten. Oder Heviz mit seinen Thermalbädern, wo man durch Felder von Lotusblüten schwimmen kann. Die Burgen von Sümeg und Kesztely sind auch hübsch an zu schauen. Vor allem aber Zigeuner- und Wochenmärkte sind ein Muß! Genug geschwärmt, wer es erleben möchte muß hin fahren. Wir waren begeistert und überlegen nächstes Jahr doch mal wieder dort ein wenig Urlaub zu machen!

PETRI….

 

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Pølser in Nyborg

Wie ich bereits berichtete sind wir, Henryk und ich, einige Jahre gerne auf unsere Lieblingsinsel Fynen gereist um der Fischwaid zu fröhnen. Wie sagt man im Norden: wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis. So war es bei uns auch, oder auch nicht. Wir haben in Middelfahrt und Umgebung gut geangelt, aber irgendwann wurde es langweilig und einige unserer besten Stellen wurden bebaut und gesperrt für Angler. Ergo mußten wir umsehen. Natürlich nicht um die Ecke, nein wir wollten schon etwas weiter die Möglichkeiten erkunden. Also donnerten wir einmal komplett über die Insel, auf die Ostseite, nach Nyborg. Uns erschien das als tolle Idee, eine Stadt am bzw. fast im Wasser, etwas weiter ein stillgelegter Hafen und die Brücke über den Großen Belt, ist doch ein Traum!? Das erste Mal in Nyborg, eine kleine Stadt die uns gleich gefiel. Die Häuser, die ins Wasser reichten, wo man sein Boot mit dem Fahrstuhl erreichte, ein Stadtteil voller Kanäle und Schleusen, sowie Unmengen von Booten auf ihren Liegeplätzen, einfach nur geil ! Aber wo angelt man hier ? Ein Bistro, nicht weit vom Wasser, lockte uns Pause zu machen und unseren Hunger mit den obligatorischen dänischen Pølsern zu besänftigen. Wir achteten eigentlich nicht so sehr auf unsere Mitgäste. Erst als wir uns setzten, anfingen zu essen und uns umschauten, bemerkten wir, das wir uns wohl im Domizil einer wilden Motorradgang befanden. Bärtige, in schwarzes Leder gekleidete Gesellen saßen um uns herum und beäugten uns. Draußen vor der Tür standen eine Reihe recht großer „Mopeds“. Es stellte sich aber heraus, das es echt nette Kerle waren, die uns im Gespräch 2 gute Tips für Angelstellen gaben. Die erste Stelle war nicht weit weg, wie 3 Finger reichten 3 Molen mitten in der Stadt ins Wasser. Dort fanden wir auch die ersten Angler, sie waren der deutschen Sprache nicht mächtig, aber der dänischen auch nicht. Wir beschauten uns die Sache mal. Bis zur Spitze der dritten Mole darf man angeln, danach beginnt ein Meerforellenschongebiet. An der Spitze jener Mole saß einer dieser Sportfreunde und fischte nach Art des Hauses, keine Rolle, keine Rute – nein, eine Schnurspule die auf der Steinmole mit einem Schraubendreher fixiert wurde, eine Korkpose, Blei und ein Haken, das wars. Als Köder benutzte er frisch gebuddelte Regenwürmer. Na, ja ! Ein leichtes Grinsen überzog sicher unser Gesicht. Aber wir wurden eines Besseren belehrt. Es dauerte keine Zigarettenlänge und die erste Forelle wurde Hand über Hand eingeholt. Ich hätte gern unsere blöden Gesichter gesehen, als wir nach ungefähr einer halben Stunde weiter zogen , nachdem dieser Sportsfreund die dritte Forelle versorgt hatte. Natürlich werden wir hier angeln, und natürlich werden wir auch mit unserer Ausrüstung viel besser fangen! Aber weit gefehlt, wir angelten dort wohl etwa 3-5 Mal, aber haben nie eine Meerforelle gefangen. Allerdings war diese Stelle trotz dem sehr gut zu beangeln. Wir fingen dort viele gute Dorsche und Plattfische mit der Pilk-bzw. der Spinnrute, meist mit Meerforellenblinker und einer großen Fliege als Springer einen Meter davor. Henryk fing dort seine Rekordflunder von 54 cm. Jedenfalls hatten wir dort jede Menge Spaß und Erfolg.

Aber wir hatten von den Bikern ja noch einen Tip bekommen,dazu musten wir noch ein Stückchen fahren. Wir fuhren also Richtung Grosse Beltbrücke, nach Knudshoved. Kurz vor der Brücke rechts ab und man steht vor einem stillgelegten Hafen, der von einer langen Mole fast umschlossen wird. Auf der einen Seite ca. 5 ha Innengewässer, auf der anderen der grosse Belt, ein Traum für jeden Angler! Unsere ersten Aktivitäten in Richtung Fisch bezogen sich auf das Hafeninnere, und waren sehr ergiebig. Hauptsächlich Plattfische in guter Größe vergriffen sich an unseren Ködern an leichter Grundmontage. Dorsche waren dort nicht so häufig, dafür aber in anständiger Größe. Auf der Beltseite waren mehr Dorsche, aber dort ist es auf Grund der starken Strömung viel schwerer zu angeln. Auch der Hornfisch ist dort im Frühsommer in Mengen zu fangen, man hört irgendwann auf ihnen nach zu stellen. Es ist sehr abwechslungsreich dort zu angeln und auch sehr erfolgreich. Also, seid ihr mal in der Gegend, schaut Euch mal diese Hot Spots an und versucht Euer Glück, Ihr werdet es sicher nicht bereuen!!!!!!

Petri…

 

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Große Pläne

Ist es nicht immer das gleiche, im Winter nimmt man sich alles Mögliche für das kommende Jahr vor ? So war es letztes Jahr auch, was ich alles probieren wollte, und was ich dann wirklich gemacht habe !? Es ist ja in etwa immer die gleiche Reihenfolge: es ist jetzt noch kalt, also, wer kein Raubfischangler ist, geht ein bißchen Stippen. Hauptsächlich in Fließgewässern, wo es relativ einfach ist Weißfische zu fangen. Relativ ist natürlich so ein Begriff der dehnbar ist. Profis fangen im Moment sogar die eine oder andere Schleie, aber die „Anderen“ kriegen keinen Fuß an die Erde. Zu wenig Gewässerkenntnis und wenig Fischverstand lassen sie oft verzweifeln und recht erfolglos am Ufer stehen, während sie neidvoll zu den besseren Anglern herüber schauen, da bei Ihnen höchstens mal ein Minibarsch oder Ukelei an der Angel zappelt. Aber es fängt ja schon bei den Ködern an, man sollte sich schon um Maden bemühen, Dosenmais und Teig werden zur Zeit nicht so sehr viel bringen. auch sollte schon ein wenig gefüttert werden. Nicht so viel Futter wie im Sommer, aber ein wenig geruchsintensives Futter vollbringt manchmal Wunderdinge. Aber das alles nützt natürlich nichts wenn der Köder auf halber Wassertiefe durch den Kanal trudelt und den Fischen meterweise über den Köpfen baumelt. Auch der blödeste Brassen wird sich nicht bequemen nach dieser ominösen Made, die da verdächtig die oberen Wasserschichten durchfurcht, zu steigen. Etwas wärmer geworden, schaut man ob vielleicht der Aland schon auf Hochzeitsreise ist ? Anfang -Mitte März sollte es soweit sein, das man ihn hinter Verbauungen wie Brücken und Buhnen sowie in ruhigen und tiefen Bereichen ausserhalb der Hauptströmung antrifft. als Köder hat sich Borkenkäferlarve, Maden und Rotwurm recht gut bewährt. Bei diesen Fischen ist der Spaßfaktor schon sehr hoch und ein Unterfangkescher ist ein Muss. Jetzt erwärmt sich das Wasser langsam etwas mehr und auch andere Fischarten greifen ins Geschehen ein. Für mich natürlich Schleie, Giebel und große Brassen. Natürlich noch nicht in Massen, aber es besteht schon die Möglichkeit ein paar zu fangen.

Es erfordert schon etwas Raffinesse und ist nicht jedem gegeben, diese Fische zu dieser Zeit regelmäßig zu fangen. Wer es beherrscht, kann ruhigen Gewissens von sich behaupten, etwas stippen zu können. Kurz danach fängt auch der Aal an zu laufen und die Karpfen fressen wieder etwas mehr, nicht die Mengen wie in der Saison, aber man kann sie schon beim Fressen finden und erfolgreich beangeln. Mit dem Aal hingegen ist das so eine Sache, das er läuft heißt nicht das er auch beißt. Oft fängt der Fischer welche im Netz, aber die Angler haben nicht Einen, er frisst einfach zu wenig, es ändert sich aber mit steigender Wassertemperatur. Jetzt Ende April beginnt im allgemeinen für die meisten unserer Angelfreunde die richtige Angelsaison, überall ist Bewegung und Aktion. Auch die Raubfischangler legen jetzt richtig los und man muß wieder zum ruhigen Stippen von den größeren Gewässern flüchten, weil überall Blech, Kunststoff und Gummi durchs Wasser gezerrt wird. Na gut, ist ja auch ne Art Angeln !? Aber Spass beiseite, auch das Kunstköderangeln bringt jetzt Erfolge und viele Erlebnisse. Und schon sind wir im Frühsommer und es geht alles………. Eigentlich wollte ich doch von Vorsätzen und Plänen erzählen, aber so ist es eben bei uns Petrijüngern, das Leben und die Natur geben vor was geschieht. Ich wollte letztes Jahr ein paar Gewässer beangeln die ich vorher ein paar Mal besucht habe, um mir ein Bild von ihrem Zustand zu machen. Aber angeln war ich dort nicht ein Mal, es gab ja genügend zu fangen an den üblichen Gewässern. Vielleicht wären die anderen Gewässer fängiger gewesen………..vielleicht !? Ich werde mich mal ruhig hinsetzen und überlegen was ich dieses Jahr alles machen werde, zumindest kann ich es mir ja vornehmen……

petri

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