Kaffeepause ?

Ja, es gibt Zeiten da funktioniert alles. Ich bin ja eigentlich nicht DER Karpfenangler, zumindest nicht in dem Sinne wie andere. Sie fahren tagelang zum Füttern, um dann irgendwann einmal auf Karpfen zu angeln. Natürlich sind auch diese Sportfreunde erfolgreich, aber mir wäre es wohl etwas zu langweilig . Der Erfolg ist ja wohl irgendwie vorprogrammiert, es ist nur noch Grösse und Anzahl interessant. Nö, da fahre ich lieber suchen. Es ist doch erheblich interessanter, sie zu Hause zu erwischen und aus der Wohnstube heraus zu angeln, auch wegen der Chancengleichheit und so ! Wenn Du sie in einem Seerosenfeld oder in einem Wald aus Binsen siehst, und dir Gedanken machen mußt, wie du sie dort rausbekommst: das ist doch spannend ?!

Aber eigentlich schweife ich ab, es sollte doch um einen weiteren Ausflug mit Marcus gehen. Wir hatten uns am Gewässer verabredet und wollten mal nach dem Bestand der Karpfen schauen, die es dort in guter Anzahl gibt. Ich hatte mir extra riesige Maiskörner besorgt um der Unmenge von  Rotfedern zu entgehen. OK, wir trafen uns am Nachmittag wie immer, genossen noch eine Tasse Kaffee und erörterten Ziele und Wege dazu. Wir kennen das Gewässer ganz gut und jeder hat seinen festen Angelplatz. Heute war eigentlich wenig Bewegung zu sehen, ich nahm wie auch Marcus meinen Platz ein, fütterte noch ein wenig und begann zu angeln. Es mochten 5 Minuten vergangen sein, da wanderte die Pose das erste Mal seitlich los und ich durfte anschlagen, die Rute krümmte sich und der Spaß begann !

Der erste Karpfen war gehakt und zog seine Kreise, ich schaute zur Seite und auch bei Marcus war Zug auf der Schnur, ein Lächeln hatte sich unserer Gesichter bemächtigt, was für ein Start ! Ich will es vorwegnehmen, es wurde ein genialer Angelausflug mit einem Bombenergebnis ! Zum Verständnis muss ich hinzufügen das wir eigentlich im Auftrag des Besitzers des Gewässers angelten, um mal die Bestandsdichte der Fische zu erkunden, sein Bruder schaute auch zwischendurch mal bei uns vorbei und konnte sich ein wenig begeistern. Nach etwa 2 Stunden schlug ich eine Pause zur Erholung vor, es war gutes Wetter und wir hatten zu tun. Also setzten wir uns etwas Abseits, genossen ein Käffchen, und es brauchte keiner Worte zwischen uns, ein Lächeln auf unseren Gesichtern sagte alles. Nach der Pause setzten wir uns noch einmal für 2 Stunden ans Wasser und konnten dem Besitzer mitteilen, das der Bestand an Karpfen kleiner bis mittlerer Größe excellent ist und ein Nachbesatz nicht erforderlich ist. Wir fingen in 4 Stunden zu zweit sehr viele schöne Karpfen und für uns war es eines DER Erlebnisse. wir wollten den Bestand anhand eines Fotos beweisen und gaben den Fischen die Freiheit und ihrem Besitzer zurück. aber dieser Auftrag wird uns wohl im Gedächtnis bleiben !

 

PETRI !

 

 

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Neues aus dem Norden Teil 2

Was gab es in der Zeit weiter: die Kanalangelei war auch nicht so einfach, wo vor Jahren beständig gute Schleien an den Haken gingen, habe ich über Monate keinen Grünling gesehen. Nein, es war teilweise schon schwer gute Brassen zu bekommen. Große Plötze hingegen waren relativ leicht zu fangen, gutes Futter und nach ner halben Stunde konnte ich beständig gute Exemplare an die Angel bekommen, teilweise Stücke die mit dem Kescher gelandet werden mußten.

Am Herrentag war ich mit Frank bei Matze am Teich wie jedes Jahr, allerdings war uns das Wetter nicht sehr zu getan. Etwas Nieselregen, bedeckter Himmel und Temperaturen die wir auch schon höher gesehen hatten,  schränkten das Vergnügen etwas ein. Aber nichts desto Trotz zogen wir es durch, keine Bisse an den Ruten bis fast zum Mittag, da hatte Frank die Idee etwas mit der Stippe zu hantieren und vielleicht einen Köderfisch zu fangen. Aber natürlich kam es wie es kommen mußte: nach relativ kurzer Angelzeit bekam er einen Biß und die Pose zog nach rechts weg, ein Anhieb….und die Pose zog jetzt ungebremst Richtung Seemitte und ließ sich auch von der zum Bogen gekrümmten Rute nicht beeindrucken. Es gab dieses bekannte Geräusch singender und reissender Angelschnur …….und ein sehr dumm dreinschauendes Gesicht von Frank mit dem Kommentar“ das hab ich ja noch gar nicht erlebt „, er angelt halt nicht so oft, ich hatte dieses dämliche Gesicht wohl schon des öfteren!

 

Wir hatten etwas später im Jahr auch wieder ein Gemeinschaftsangeln bei Matze, Corona war runter und es konnte Was gehen-dachten wir jeden falls! Es hatte sich auch die altbekannte Horde zusammengefunden und machte sich nach einem Gutenmorgenkäffchen und endlosem Palaver über dieZEIT,das Angeln in dieserZEIT und überhaupt ALLES zur ZEIT, ans Angeln. Allerdings hat durch einen enormen Raubfischbestand der Anteil zu beangelnder Weißfische enorm abgenommen, eigentlich war nur noch das Angeln auf mittelwüchsige Brassen interessant. Und so lief es dann auch, an den altbekannten Hotspots wurden nach und nach Brassen aus dem Gewässer entfernt. Die besten hatten ganz gut zu tun und fingen beständig. Auch andere Beschäftigungen waren zu sehen: so kämpfte Markus eine sehr lange Zeit mit einem Stör, der an der Stippe doch ein ansehnlicher Gegner war. Mit Können und etwas Glück konnte er ihn landen, er rutschte natürlich danach aus den Händen ins Wasser. Siggi konnte seinen Fisch nur sehr kurz halten, dann entschloss sich dieser einfach weiter zu schwimmen, Ecki fing einen afrikanischen Wels………..usw. Ich übrigens saß eine Weile auf der anderen Seite des Sees und konnte nur zu schauen, ich bekam tatsächlich 2 Stunden nicht einen Biß und muste dann ja als Mitveranstalter einiges vorbereiten, Gott sei Dank! Übrigens haben wir das erste Mal ein Foto unserer Güstrower Truppe gemacht!!! Bewundert uns!!!!!!

Tja , und jetzt zur Zeit haben wir jeden Tag Hitze und schmoren im eigenen Saft. Aber es soll wohl etwas dezenter werden mit den Temperaturen, und dann………..

PETRI !

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Neues aus dem Norden

Faulheit ist ja nicht sooo schädlich, aber irgendwann muß man Sie besiegen. Ich bin also wieder da, ich bin entwurmt und geimpft und frisch und munter. Zur Zeit ist es ein gruseliges Wetter in NRW und der Pfalz, mit Regen ohne Ende und sogar Toten. Hier ist es warm,  wie schon eine geraume Zeit, es ist schon etwas sehr warm ! Im April hatten wir von guten Fängen am Strand gehört, also Wattwürmer bestellt und schon saßen Ecki, Markus, Werner und ich am Strand von Börgerende und schauten gespannt auf unsere Rutenspitzen, in der Hoffnung auf ein mehr oder minder starkes Wackeln derselben. Markus hatte nach ner halben Stunde den ersten Erfolg und leierte eine gute Flunder auf den Strandsand. Kurz danach hatte ich 2 deutliche Bisse, die ich aber vergeigte. Der dritte Biß saß aber und nach heftiger Gegenwehr tauschte ein 55ziger Dorsch die Ostsee mit dem tristen Fischeimer. Das war allerdings der letzte Dorschbiß für heute, doch es begann ein gutes und beständiges Beißen von guten bis sehr guten Flundern. Am Ende des Tages hatte ich 9 schöne Platte und den guten Dorsch, sehr zufriedenstellend. Markus hatte 14 Platte, Ecki und Werner je 5 Platte. Wir hatten wie immer viel Spaß dabei und rollten zufrieden nach Hause.

 

 

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Im Märzen der Bauer…

  • ….friert und dem Regen zuschaut, oder so ähnlich.  War gestern zum Schauen an den Kanal gefahren, weil ich gehört hatte das doch ein paar brauchbare Fische gefangen wurden. Selbst war ich auch unterwegs gewesen, an beiden Kanälen, aber gefangen hatte ich nichts. Schön gefroren und dem Eisvogel zugeschaut, der auch erfolglos war und auf dem nassen Ast sitzend seinen Kopf einzog. Diesen Winter war ja sogar mal wieder ein paar Tage Eisangeln möglich, auch sehr kalt, aber da erwartet man es ja auch.

Aber zurück zum Kanal, es ist heut nicht grad einladend zum Angeln, aber natürlich sitzt jemand am Wasser und versucht sein Glück. Da hockt jemand in Tarnkleidung, leicht fröstelnd und starrt auf seine still stehende Pose . Natürlich hat er ein wenig gefüttert, natürlich angelt er leicht aufliegend, natürlich hat er feines Zeug montiert und natürlich sitzt er schön hinter der Strömungskante, aber natürlich bekommt er auch keine Bisse und ganz zu schweigen von einem Fisch, Vorzeigeeffekt ?! Es ist Manner, unverwüstlich trotzt er allen Wetterunbilden und jagt den Fisch. Aber er hat auch Beweise das es “ die Tage “ auch besser war. Auf seinem Handy sind die geschlagenen Gegner der letzten Zeit zu sehen.Sehr gute Brassen hatte er in den letzten Tagen gefangen, aber das Wetter war auch ne Idee besser und beständiger. Es ist ja so, das man einfach nur in die Natur will und etwas zu sich finden will, gerade jetzt, wo man sich täglich über das Versagen dieser Regierung ärgert, die sich nach mehreren Jahren des Halbversagens, endlich steigern konnte und angesichts einer Pandemie, das blanke Totalversagen geschafft hat. Aber lassen wir das, es wird ja demnächst Frühling und niemand kann Ihn aufhalten. Ich habe natürlich meine Schleienruten schon längst montiert und sie stehen in Bereitschaft. Dank Google Earth habe ich mir auch noch 2-3 Versuchsgewässer gesucht und kann es kaum erwarten. Wenn ich jetzt aber aus dem Fenster schaue (Regen und Wind) , kann ich nur in Erinnerung an die Vergangene Saison schwelgen oder von der Kommenden träumen…..

 

 

PETRI bis denn…….

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Und weiter…….

Was ist das für ein Jahr ? Manches geht, vieles nicht. Es ist nicht einfach zu bewerkstelligen, aber man muß halt das Beste daraus machen. Hier ein paar kleine Begebenheiten der letzten zwei Monate. Der Chronologie folgend war ich zuerst einmal (wieder) mit Marcus am Hoppeloscher See, wie jedes Jahr einmal. Wir erwarteten jede Menge Spaß mit halbwüchsigen Karpfen. Aber dieses Jahr hatten wir uns geirrt, die Karpfenpracht war doch sehr zurückhaltend in der Größe und Anzahl. Der erste gehackte Fisch des Tages war wohl nach meinem Gefühl der Größte, aber er stieg schon in der ersten Flucht aus. Dann folgte eine Minischleie und etliche kleine Karpfen, die Marcus sogar an der Stippe bewältigen konnte.

Bevor die neuesten Coronabeschränkungen griffen, konnten wir sogar noch drei Veranstaltungen durchführen.Die Abangeln auf Raub-und Friedfisch, sowie das Brandungsangeln. Kurz zum Raubfischangeln, ich mag es nicht sooooo sehr, mach aber mit. Ca 30 Boote fuhren raus und manch einer fing auch gut, genauer gesagt die Hälfte der Angler. Der beste Hecht war 86 cm lang, ich fing nach einer halben Stunde einen brauchbaren Fisch und fuhr nach 1,5 Stunden rein zum Kaffee. Die meisten angelten die 4 Stunden durch und wurden teilweise für ihr Durchhalten belohnt. Am Ende lag ich im oberen Drittel und war zufrieden. Beim Friedfischangeln waren wir am I-Kanal und ausnahmsweise konnte sich jeder seinen Angelplatz selbst auswählen. Ecki und ich liefen fast bis ans Ende und wurden dafür belohnt. Ecki hatte sich die schmalste Stelle genommen und fing dort beständig Plötze, fast über die gesamte Zeit. Ich hatte mir eine Stelle mit einem großen Busch auf der anderen Seite gesucht, der gab den Fischen etwas Deckung weil er weit über das Wasser ragte. Damit lag ich nicht verkehrt und und fing ein paar halbwüchsige Brassen. Am Ende lagen Ecki und Ich punktgenau auf dem ersten Platz, reife Leistung!

Zwischendurch war ich mit Marlies bei super Herbstwetter unterwegs um im Wald spazieren zu gehen und eventuell ein paar Pilze zu fangen. Es war toll im Herbstwald und wir haben eine schöne Mahlzeit Maronen gefangen, die wir abends mit schön Zwiebeln in die Pfanne taten und danach auf den Teller!

Das Wetter ließ uns auch beim Brandungsangeln nicht im Stich, wobei man es diesmal nicht als Brandungsangeln bezeichnen konnte, es war mehr ein Molenangeln. Wir saßen nämlich an der Hafeneinfahrt in Hohe Düne und angelten in der Fahrrinne am Tage auf Flunder, Dorsch und Wittling. Ich stand mit Reini, Marcus und Ecki zusammen und wir hatten einen spaßigen Tag. Ecki legte fürchterlich los und war nach einer Stunde schon klar vorne. Im laufe der Zeit kam ich ihm allerdings mit meinen großen Flundern immer näher, konnte Ihn aber nicht mehr erreichen. So blieb mir der zweite Platz, Marcus wurde Dritter, alle anderen hinter uns. Es war ein super Angeltag und wir hatten alle mehr als eine Mahlzeit im Eimer!

Ja, was bleibt im Moment noch zu sagen, Corona hat uns noch und es wird noch etwas bleiben. Am Ende des Tunnels ist vielleicht etwas Licht( Impfmedikament), aber sicher ist nichts. Wobei wir hier in Meck/Pomm ja relativ gut dran sind! Nichts desto Trotz geht alles immer weiter, und deswegen wünsche ich Euch allen Gesundheit und ein

PETRI

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Corona 3.0

Ja, wir hatten uns damit beschäftigt das Wochenendhäuschen meiner Tochter Kati und ihres Mannes Toralf zu renovieren. Es mußte sogar das Dach aufgenommen werden, weil ein Marder es sich in der Zwischendecke bequem gemacht hatte. Das Haus steht übrigens am Tiefen Ziest, einem super Angelgewässer. Nach 14 Tagen Schinderei dachte ich mir, wir sollten zur Entspannung zu Matze fahren und es uns gut gehen lassen. Gesagt und getan, um 8 Uhr fuhr mein Auto, nachdem Toralf zugestiegen war, Richtung Angelsee. Ich habe schon mit Toralf geangelt, in Dänemark, auf Dorsch und Plattfisch, er kennt also die Grundlagen des Angelns und es macht Ihm viel Spaß. Das Gespräch im Auto drehte sich um mögliche Angelmethoden und den damit verbundenen Angelerfolg. Toralf lauschte meinen Ausführungen mit der Ihm eigenen Skepsis. Ankunft, ein kleines Palaver mit den anwesenden Anglern bei einem Käffchen und dann Aufbau der beiden leichten Browning-Karpfenruten. Ich hatte gestern noch schnell ein paar Miniweißfische gestippt um vielleicht einen morgendlichen Aal oder Zander zu fangen. Also im ersten Gang beide Ruten mit leichter Posenmontage und Köderfisch dicht am Ufer ausgelegt und auf unseren Stühlen Platz genommen. Toralf ist beim Angeln, genau wie ich, nicht der Gesprächigste. Wir genießen die Natur und die Ruhe um uns herum und lassen sie auf uns wirken, es ist sehr beruhigend und schön. Schön war es auch das die Pose an seiner Rute unter Wasser gezerrt wurde und die Schnur von der Rolle lief. Etwas untrainiert setzte Toralf einen leichten Anhieb und die Biegung der Angelrute bestätigte den Erfolg. Mit der Ruhe eines erfolgsgewohnten Fischers führte er nach ein paar Fluchten den Fisch über den von mir gehaltenen Kescher und landete einen guten Wels. Es war kein Riesenfisch, aber ein schöner Erfolg nach 30 Minuten. Petri !

Nach einer weiteren Stunde ohne Biß, änderte ich die Taktik, wechselte die Haken und zog Maiskette auf. Ich hatte vor uns Bewegung im Wasser gesehen, Blasen und ein großer Wasserschwall verrieten die Anwesenheit großer Fische. Wir legten die Ruten wieder aus und ich versprach spassendshalber: „jetzt angeln wir einen richtigen Fisch“. Leicht ungläubig lächelte Toralf zurück und machte es sich wieder im Angelsessel bequem. Während eines belanglosen Gespräches kontrollierte ich eine der Ruten und sah im Augenwinkel die Pose der anderen Rute langsam in Richtung Seemitte fahren. Ich bat Toralf doch bitte mal einen Anhieb zu setzen, was Er auch erwartungslos tat. Was nun folgte war eine legendäre Aktion, die man vielleicht nur einmal im Leben erlebt. Nach dem Anschlag verformte sich die Rute in einen Halbkreis und die Rolle schrie kreischend auf, die Schnur wurde von der Angelrolle gerissen, der Fisch war wohl der prophezeite“Richtige“ ! Toralf sah mich ein wenig hilflos an und das erst recht als Ihm der Rollenfuß abbrach! Ich übernahm schnell mein zerlegtes Gerät, die Rolle in der linken und die Rute in der rechten Hand. Fragt mich nichtnach dieser Aktion, es war der Wahnsinn, ab und zu gelang es mir den abgebrochenen Stumpf des Rollenfußes mit der rechten Hand, in der ich auch die Rute hielt, zu greifen und etwas Schnur auf zu spulen. Allerdings wurde die Schnur sofort wieder vom Fisch von der Rolle gezerrt. Natürlich blieb es allen Anderen nicht verborgen was bei uns abging und wir hatten Zuschauer, zum Glück auch Matze , der sofort sah das mein Kescher für diesen Fisch viel zu klein war. Er holte einen deutlich größeren und wartete die Sache ab. Nach etlichen Minuten und Stresschweiß auf meiner Stirn, gelang uns die Landung. Ein riesiger Karpfen(übrigens einer meiner größten) lag vor uns. Hurra, wir hatten mal eben 40 Pfund Fisch gefangen, die uns nach dem Fototermin aus den Fingern rutschte und ins Wasser…..! Mein Gott war das ein Erlebnis…..und alle Anwesenden teilten diese Meinung!

Die defekte Rute wanderte ins Futteral und eine neue Gerte wurde montiert, die war auch wirklich neu und hatte noch nie einen Fisch gefangen, bis jetzt….. Die nächste Stunde passierte natürlich nichts, ausser dem auswertenden Gespräch über das abgelaufene Ereignis. Toralf war begeistert, vor allem über meine Ankündigung des“richtigen“Fisches. Wir zogen es in Betracht so langsam zum Ende zu kommen, bei Matze noch etwas zu essen und den Ausflug so schön ausklingen zu lassen. Doch an der Premierenangel legte sich die Pose flach und fuhr parallel zum Ufer spazieren. Im Gedanken an einen fetten Brassen schlug ich an und war über die Gegenwehr überrascht. Geradewegs Richtung gegenüberliegendes Ufer ging die Post ab, und das nach zwischenzeitlichem Schnurgewinn mehrmals. Nach einem spannenden Drill hatte die neue Rute ihren ersten Fisch gefangen, einen über 20 Pfund schweren Amurkarpfen. Na dann mal, Petri Heil!

WAS FÜR EIN ANGELTAG ? Aber jetzt war es genug der Abenteuer, wir räumten unseren Krempel zusammen, gingen noch etwas essen und fuhren Richtung Güstrow, entspannt, glücklich und zufrieden. Ich hoffe das Toralf nicht jedesmal jetzt solch eine Action erwartet und das es so gut funktioniert, aber ich denke das Er das auch weiß. So ist eben Angeln !

PETRI

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Corona 2.0 Teil 2

Natürlich gab es auch andere Angelausflüge. Einer meiner spaßigsten war ein kurzer Trip an den S-Teich. Mein Vater sagte ein paar Tage vorher, er könnte auch mal wieder Karpfen blau essen, richtig schön, mit viel Meerrettich. Ok, mal probieren, was man tun kann. Beim letzten Besuch am Teich ohne Angel, sah ich größere Fische direkt am Ufer in den Seerosen Futter suchen. Also hin dort. Ein Auto stand schon am Gewässer als ich ankam und beim Marsch an den Angelplatz kam ich beim Angelkollegen vorbei, ein „Petri“und 30 Meter weiter hatte auch ich meinen Angelplatz erreicht. Etwas grobkörniges Futter vor die Seerosen, Kescher und Rute aufgebaut und in Ruhe Platz nehmen, Routine, die man schon hunderte Male durchexerciert hat. An diesem Platz kann ich nur mit einer Rute fischen, es fehlt der Platz und ich muß sehr schnell reagieren, sonst läuft der Fisch sofort ins Kraut und ich habe schlechte Karten für eine Landung. Ablenkung ist auch vorhanden, ein stahlblauer Eisvogel sitzt mir gegenüber auf einem Ast der Schwarzerlen. Er schaut gebannt auf das Wasser und hofft sicherlich genau wie ich auf einen Fang. Ein paar Blasen auf dem Futter zeigen Aktivität unter Wasser an. Es gibt hier allerdings so einige größere Friedfische: Brassen, Schleie,Karauschen und natürlich Karpfen. Nach einigen Minuten wird meine Pose leicht angehoben und gleitet langsam Richtung Gewässermitte, ein leichter Anhieb und ein kleines Unterwasserspektakel beginnt.Da ich den Fisch Mitte See ausdrillen kann, ist alles weitere nicht so spektakulär. Kescher, Landung des ca. fünf pfündigen Fisches und ich habe genau das was ich wollte, ein schöner Portionskarpfen. Was natürlich spaßig war, ist der Zeitrahmen in dem das alles passierte, alles in allem nicht mal eine halbe Stunde. Ich baute meine Ausrüstung ab, verpackte alles und machte mich auf den Heimweg. Auf den fragenden Blick des Sportfreundes an dem ich wieder vorbei muste sagte ich nur wie nebenbei: „ich brauche ja nur einen Fisch“. Der verständnislose und etwas irritierte Blick dieses Anglers war fast noch schöner als Fang und Drill des Fisches und die Gewissheit das er uns gut munden wird.

Wo wir gerade von Spaß reden, wir haben auch unser Paarangeln mit Corona-Abstandsregeln durchgeführt, es war gar nicht so schlimm. wir waren mit unseren Damen am gleichen Wasser wie jedes Jahr und stippten mehr oder weniger ernsthaft auf verschiedene Weißfische, nachdem wir uns natürlich bei Kaffee und Kuchen begrüsst hatten und die Geschehnisse der letzten Zeit ausgewertet hatten. Der Luftdruck war etwas gefallen und das wirkte sich etwas auf die Beißlust aus, aber alle fingen etwas.und hatten Spaß. Nach einer nicht ganz so ernsthaften Auswertung der Ergebnisse belegte meine Frau Marlies mit meiner Wenigkeit den zweiten Platz um 30 Gramm hinter dem Titelverteidigerpaar. Ein supertoller Angeltag klang im Kreis von über 35 Angler und Anglerrinnen aus . Wir saßen noch eine lange Zeit zusammen bei Steak, Bratwurst sowie Bier, Sekt und diversen weiteren Getränken , die Gespräche waren etwas geschlechterspezifisch und reichten von Kindern, Enkel, Krankheiten bis zuden letzten Angelergebnissen, riesigen Fängen und Schneidertagen, alles war vertreten. Corona trat etwas in den Hintergrund und das war auch gut so, und für eine schöne Abendstunde war alles „fast normal“ !

PETRI

 

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Corona 2.0 Teil 1

Ja, ich war wieder etwas schreibfaul. Obwohl in letzter Zeit doch eigentlich allerhand los war. Zum Beispiel war ich 2 Mal in Klein Labenz am See von Matze. Das erste Mal am Herrentag, wunderbares Wetter am Morgen und ein Käffchen mit Matze und Angelfreunden. Beim Blick auf den See wurde ich etwas unruhig, überall saßen schon Angler und fröhnten der Fischwaid, nebenbei hörte ich sowas wie: es gibt Zander zur Zeit. Hatte ich dort noch nie. Ich ging auf die andere Seite des Sees und hatte vor, Karpfen und Brassen direkt vor dem Ufer zu fangen. Zwei leichte Ruten waren schnell montiert und mit meinem geliebten Dosenmais beködert, ein paar Körner vielen mir auch ins Wasser, direkt an der Angelstelle. Nach dem Einsetzen der Angeln ganz kurz vor der Uferkante beäugte ich erstmal in aller Ruhe meine Mitstreiter links und rechts , alle schienen ruhig und gelassen einem schönen Angeltag entgegen zu blicken. Etwas Tumult kam links neben mir auf als ein etwa ein Kilo schwerer Aal gekeschert wurde, auf den es der Fänger nach eigenen Angaben „nicht abgesehen“ hatte. Petri !

Ein paar Bläschen auf meiner Angelstelle zeigten auch hier Bewegung unter Wasser an. Meine Pose hob sich leicht, kippte zur Seite und ich belohnte Ihr Gebaren mit einem Anhieb. Nach 2-3 Fluchten landete ein schöner Brassen im Kescher, super ich bin kein Schneider. Und die Pose wanderte erneut, Anhieb, und diesmal war die Gegenwehr etwas heftiger, nach ein paar Minuten lag ein mäßiger Karpfen, etwas unglücklich dreinschauend, auf dem weichen Gras, schnell ein Schnappschuss und er beschloss zu seinen Artgenossen zurück zu kehren. Ist doch ein schöner Angelausflug, dachte ich so bei mir. Der nächste Fisch war eine mickrige Güster, die ich allerdings zum Anlass nahm auf die morgens gehörten Worte mit den Zandern zurück zu kommen. Man kann es ja mal mit einem Streifen Güsterfilet probieren. Ein kleiner Zusatzkorken auf die leichte Pose, und schon trieb sie, vom Winde bewegt, langsam durch den See. Ok, dachte ich so bei mir, vielleicht beißt ja auch bei mir ein fetter Aal. Tatsächlich dauerte es wirklich nur 15 Minuten, der Korken tauchte ab und Schnur lief von der Rolle. Ein paar Sekunden und ich setzte den Anhieb. Heftige Gegenwehr am anderen Ende zeigte mir an das alles funktioniert hatte. Nach weiteren Minuten hatte ich einen weiteren Fototermin !

Super zufrieden dachte ich nach etwa drei Stunden an Kaffee und ans Feierabend machen, aber einmal muste ich doch noch eingreifen und einem abziehenden Karpfen das Leben erschweren. In aller mir eigenen Coolness drillte ich den Cypriniden müde, kescherte Ihn und verabschiedete mich von Ihm und diesen gelungenem Angeltag. Ein Feiertagsmittag bei Matze mit Grillsteak und Radler beendeten meinen Herrentagsangelausflug!

Vierzehn Tage später, gleicher Ort. Wir trafen uns mit vielen Sportfreunden aus der Region um Matze zu helfen seinen Weißfischbestand etwas zu regulieren und Tierfutter zu produzieren. Wieder war sehr angenehmes Angelwetter und auch wie jedes Mal, werteten wir schon vor dem Angeln die kommenden Ergebnisse aus. Beim Käffchen wurden Takticken erörtert oder ganz einfach nur „klug geschissen“. Spaß gab es wie jedes Mal sowieso! Ein paar Karpfenangler saßen auch schon die Nacht über am See, sie sollten noch eine Rolle spielen. Na gut, meine übliche Lieblingsstelle war schon gut besetzt, also gingen wir um den See, diesmal war mein Sohn Frank wieder mit von der Partie. Er hatte eine 6 Meter „Black Magic“ von Browning „geerbt“ und muste sie natürlich auf Herz und Nieren testen.Wir hatten uns natürlich auch eine Taktik zurecht gelegt, die ich aber hier nicht erörtern will, um den geneigten Leser nicht zu verwirren und womöglich an seinen Erfolgen Schuld zu sein!? Wir mussten allerdings erfahren das andere Umstände den“ grossen Erfolg“ brachten. Die besagten Karpfenangler hatten nähmlich mehr als Mitte See gefüttert . Das bekamen die Angler gegenüber mit und sahen das diese Stelle für sie erreichbar war, es waren Manner und Uwe aus meinem Verein. Und die zwei bekamen das auch hin und angelten wie die Teufel, da war kein Kraut gegen gewachsen, sie produzierten zu zweit weit über dreißig Kilo Tierfutter. Respekt! Erstaunlicher Weise wurdem im Gegensatz zu vergangenen Jahren fast ausschließlich Brassen und Güstern geangelt, nur Ecki, der auf der Ostseite saß, hatte ein paar Plötze. Nun fragt sich der Leser was aus dem Plan von Frank und Bernd geworden ist? Er hat unter den gegebenen Umständen ganz gut funktioniert, wir waren 5. und 6. beste“ Heger“ dieses Treffens, das ganz im Zeichen meines Heimatvereins stand. Diese Veranstaltung war ein Plus für alle , Matze war ein „paar“Weißfische los, die Tiere bekamen etwas wertvolles Futter und die Angler hatten Spaß. Zum Abschluss gab es dann bei Wurst und einem Getränk noch das obligatorische Palaver über verlorene Fische, Futter, Taktik und überhaupt die Ungerechtigkeit auf der Welt……

PETRI !

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Neues Logo

 

Ich habe ein neues Logo für meinen Blog produziert ! Ich hoffe es gefällt, absichtlich ist dieser Fisch nicht lustig, weil, er kennt mich ja !!!!

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Alle falsch….

Es ist passiert, wir schreiben den 6. Mai des Jahres 2020 und ich habe noch nicht eine Schleie gefangen, nicht mal ne Kleine. Wann das das letzte Mal passiert ist? Ich weiß es nicht, es ist lange, lange her. Ich habe es probiert, nein untätig war ich nicht, alle meinen klugen Ratschläge habe ich befolgt, aber sie scheinen dieses Jahr nicht so wirklich zu funktionieren. Letzter Reinfall vorige Woche, ich war nach geschätzten 100 Jahren mal wieder an den Torflöchern in O. Sie haben sich deutlich verändert, weniger Wassertiefe und alles etwas mehr zu gewachsen. Ein Spionageausflug mit Marlies vor 14 Tagen zeigte aber das dort geangelt wird. Astgabeln, runter getretenes Gras, sowie eine Knicklichtverpackung zeigten Aktivitäten. Also war ich letzte Woche dort: Bolorute, Futter, Mais, Wurm und los. Rechts neben mir saß ein angelndes Pärchen und versuchte scheinbar ein paar Köderfische zu bekommen. Sie schienen aber nicht voller Euphorie zu sein. Aber ich hatte nach 10-15 Minuten die ersten Fische, ein paar recht gute Plötze. Das war nicht der Zielfisch, doch etwas Bewegung und Hoffnung. Da ich dicht am Ufer mehr Bewegung als weiter draußen hatte, zog ich die Futterstelle etwas näher zum Gewässerrand. Dort hatte ich sofort einige Bisse……. und verschlug sie erbarmungslos! Auch Fressblasen erschienen jetzt, was noch erschien war Frank, mein Sohn. Ich hörte seine bullige Maschiene schon von weitem, er ließ das Motorrad auch etwas abseits stehen und kam zum beäugen meiner nicht vorhandenen Erfolge. Ich rechtfertigte mich mit dem Wetter, Sonnenschein, Luftdruck und….überhaupt…. Aber das war ein Anlass das Gerät zu wechseln: die Bolo weg und die leichte 6 Meter Stippe in die Hand, etwas nachgefüttert und nun ging es Schlag auf Schlag. Ich hätte wohl eine Wanne voll Fisch angeln können….

Aber leider waren es wieder einmal nur Giebel in rauhen Mengen und nicht mal in vernünftigen Größen. Ok, Spaß macht es ja und anhand der Fressblasen war ja die Hoffnung auf Tinca Tinca noch vorhanden, doch mit jedem Giebel wurde sie geringer. Frank startete sein Zweiradmonster und reiste weiter, ich sprach von 10 bis 15 Minuten. Es wurden 1,5 Stunden, man kennt das, doch weder die Größe noch die Art der Fische änderte sich. Ich fahre natürlich die Tage nochmal hin, so lass ich das nicht stehen und als ich losging zog ein großer Fisch von der Futterstelle Richtung Seemitte, als wenn er sich über Angler lustig macht. Warte es ab! Wir sehen uns wieder…..in Waffen!!!!

Petri Bernd

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