Corona 2.0 Teil 1

Ja, ich war wieder etwas schreibfaul. Obwohl in letzter Zeit doch eigentlich allerhand los war. Zum Beispiel war ich 2 Mal in Klein Labenz am See von Matze. Das erste Mal am Herrentag, wunderbares Wetter am Morgen und ein Käffchen mit Matze und Angelfreunden. Beim Blick auf den See wurde ich etwas unruhig, überall saßen schon Angler und fröhnten der Fischwaid, nebenbei hörte ich sowas wie: es gibt Zander zur Zeit. Hatte ich dort noch nie. Ich ging auf die andere Seite des Sees und hatte vor, Karpfen und Brassen direkt vor dem Ufer zu fangen. Zwei leichte Ruten waren schnell montiert und mit meinem geliebten Dosenmais beködert, ein paar Körner vielen mir auch ins Wasser, direkt an der Angelstelle. Nach dem Einsetzen der Angeln ganz kurz vor der Uferkante beäugte ich erstmal in aller Ruhe meine Mitstreiter links und rechts , alle schienen ruhig und gelassen einem schönen Angeltag entgegen zu blicken. Etwas Tumult kam links neben mir auf als ein etwa ein Kilo schwerer Aal gekeschert wurde, auf den es der Fänger nach eigenen Angaben „nicht abgesehen“ hatte. Petri !

Ein paar Bläschen auf meiner Angelstelle zeigten auch hier Bewegung unter Wasser an. Meine Pose hob sich leicht, kippte zur Seite und ich belohnte Ihr Gebaren mit einem Anhieb. Nach 2-3 Fluchten landete ein schöner Brassen im Kescher, super ich bin kein Schneider. Und die Pose wanderte erneut, Anhieb, und diesmal war die Gegenwehr etwas heftiger, nach ein paar Minuten lag ein mäßiger Karpfen, etwas unglücklich dreinschauend, auf dem weichen Gras, schnell ein Schnappschuss und er beschloss zu seinen Artgenossen zurück zu kehren. Ist doch ein schöner Angelausflug, dachte ich so bei mir. Der nächste Fisch war eine mickrige Güster, die ich allerdings zum Anlass nahm auf die morgens gehörten Worte mit den Zandern zurück zu kommen. Man kann es ja mal mit einem Streifen Güsterfilet probieren. Ein kleiner Zusatzkorken auf die leichte Pose, und schon trieb sie, vom Winde bewegt, langsam durch den See. Ok, dachte ich so bei mir, vielleicht beißt ja auch bei mir ein fetter Aal. Tatsächlich dauerte es wirklich nur 15 Minuten, der Korken tauchte ab und Schnur lief von der Rolle. Ein paar Sekunden und ich setzte den Anhieb. Heftige Gegenwehr am anderen Ende zeigte mir an das alles funktioniert hatte. Nach weiteren Minuten hatte ich einen weiteren Fototermin !

Super zufrieden dachte ich nach etwa drei Stunden an Kaffee und ans Feierabend machen, aber einmal muste ich doch noch eingreifen und einem abziehenden Karpfen das Leben erschweren. In aller mir eigenen Coolness drillte ich den Cypriniden müde, kescherte Ihn und verabschiedete mich von Ihm und diesen gelungenem Angeltag. Ein Feiertagsmittag bei Matze mit Grillsteak und Radler beendeten meinen Herrentagsangelausflug!

Vierzehn Tage später, gleicher Ort. Wir trafen uns mit vielen Sportfreunden aus der Region um Matze zu helfen seinen Weißfischbestand etwas zu regulieren und Tierfutter zu produzieren. Wieder war sehr angenehmes Angelwetter und auch wie jedes Mal, werteten wir schon vor dem Angeln die kommenden Ergebnisse aus. Beim Käffchen wurden Takticken erörtert oder ganz einfach nur „klug geschissen“. Spaß gab es wie jedes Mal sowieso! Ein paar Karpfenangler saßen auch schon die Nacht über am See, sie sollten noch eine Rolle spielen. Na gut, meine übliche Lieblingsstelle war schon gut besetzt, also gingen wir um den See, diesmal war mein Sohn Frank wieder mit von der Partie. Er hatte eine 6 Meter „Black Magic“ von Browning „geerbt“ und muste sie natürlich auf Herz und Nieren testen.Wir hatten uns natürlich auch eine Taktik zurecht gelegt, die ich aber hier nicht erörtern will, um den geneigten Leser nicht zu verwirren und womöglich an seinen Erfolgen Schuld zu sein!? Wir mussten allerdings erfahren das andere Umstände den“ grossen Erfolg“ brachten. Die besagten Karpfenangler hatten nähmlich mehr als Mitte See gefüttert . Das bekamen die Angler gegenüber mit und sahen das diese Stelle für sie erreichbar war, es waren Manner und Uwe aus meinem Verein. Und die zwei bekamen das auch hin und angelten wie die Teufel, da war kein Kraut gegen gewachsen, sie produzierten zu zweit weit über dreißig Kilo Tierfutter. Respekt! Erstaunlicher Weise wurdem im Gegensatz zu vergangenen Jahren fast ausschließlich Brassen und Güstern geangelt, nur Ecki, der auf der Ostseite saß, hatte ein paar Plötze. Nun fragt sich der Leser was aus dem Plan von Frank und Bernd geworden ist? Er hat unter den gegebenen Umständen ganz gut funktioniert, wir waren 5. und 6. beste“ Heger“ dieses Treffens, das ganz im Zeichen meines Heimatvereins stand. Diese Veranstaltung war ein Plus für alle , Matze war ein „paar“Weißfische los, die Tiere bekamen etwas wertvolles Futter und die Angler hatten Spaß. Zum Abschluss gab es dann bei Wurst und einem Getränk noch das obligatorische Palaver über verlorene Fische, Futter, Taktik und überhaupt die Ungerechtigkeit auf der Welt……

PETRI !

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