Dänisches Eis

Wenn man über die König-Frederik-Brücke fährt kommt man nach ca 500 Metern zu einer Eisdiele mit super Softeis. Insider wissen jetzt schon wo wir uns befinden. Eine Zeit lang fuhren wir jedes Jahr nach Middelfart auf die Insel Fünen im Königreich Dänemark und die erste Rast war immer an dieser Eisdiele. Danach, und schon recht nervös, führte der Weg in den Hafen von Middelfart wo man garantiert ein paar Angler antraf. Je nach Jahreszeit angelten sie auf Hering, Horni oder Plattfisch. Gefangen wird dort eigentlich immer und man kommt ins Gespräch wo zur Zeit was abgeht. Einige deutsche Angler trifft man dort jedes Jahr wieder. Das Städtchen am kleinen Belt ist aber auch ein Mekka der Mefo-Angler, sie sind morgens und abends vielfach im Uferbereich zu sehen, mit Flugrute bzw. Spinnrute. Was erfolgreicher ist? Man weiss es nicht, und lügen tun sie wie überall. Jedenfalls hat es uns (mein Angelfreund Henryk war jedesmal mit dabei) dort immer super gefallen. Allerdings konnten wir von Jahr zu Jahr beobachten wie die Uferregion immer stärker privatisiert und zu gebaut wurde, natürlich auch unsere ehemaligen „Beststellen“, deshalb hörten wir dann doch auf dort hin zu fahren, wie es jetzt aussieht weiss ich nicht, ich hoffe das man der Fischweid dort noch fröhnen kann. Aber bis dahin hatten wir dort super Angeltage. Heringsfänge sind meist im Stadthafen von Middelfart sehr ergiebig, vor allem am späten Nachmittag. Bei Sonnenschein mit dem Heringsblei, bei bedecktem Himmel besser mit dem beliebten silbernen 40 Gramm Z-Blinker. Damit übertrafen wir regelmässig die Fänge der Einheimischen. Beim Hornfischangeln fischen dort die meisten mit schweren Mefo-Blinkern und führen diese wie Pilker, klappt überraschend gut. Wir haben es auch mit der Posenangel probiert, ist aber auf Grund der starken Strömung im Belt anstrengend, funktioniert aber auch gut. Überhaupt ist es dort eine komische Sache mit der Strömung. Je nach Stärke und Richtung der Strömung verändern sich die Fangerfolge. Sehr krass zeigt es sich vor allem beim Dorschangeln. Oftmals warteten Henryk und ich bei einem Käffchen bis sich die einlaufende Abendflut einstellte und wir fingen mit ganz langsam geführten Mefo-Blinkern und grosser Fliege als Springer bis in den späten Abend reichlich Dorsche direkt vor den Steinpackungen der Hafenanlagen. Ich muss an dieser Stelle auch mal sagen das wir auch auf Angelerfolge angewiesen waren, da wir uns zu 90% von Fisch ernährten (Brot natürlich auch), also : kein Fisch=Hunger! Das blinkern auf Dorsch war aber in Strib (5km nördlich) noch viel effektiver, die Fische waren meist etwas grösser und man konnte sich teilweise in einen richtigen Rausch angeln, auch bei stömenden Regen! Ok, anhand der Tatsache das wir noch leben und nicht verhungert sind, ist es wohl erwiesen das wir dort wirklich nicht schlecht geangelt haben. Interessant waren auch die vielen verschiedenen Sorten die wir aus dem Belt holten. Kostprobe?: Flunder, Kliesche, Scholle, Steinbutt, Hering, Hornfisch, Meerforelle, Dorsch ,Wittling, Seehase, Seeskorpion, Aalmutter, Aal…….
Wichtig ist es zu betohnen das jede neue Art am Abend einen doppelten Kräuter einbrachte, so wurden Krabben, Seesterne und Muscheln zu Fischarten, soweit ich mich erinnere auch einmal ein orangenes Bikinioberteil! Zum Angeln auf der anderen Seite Fünens (Knudshoved) und Fredericia äussere ich mich ein anderes Mal. Also, spassiges Angeln ist es schon am kleinen Belt auf Fünen, an dieser stelle noch einen Gruss nach Schleswig-Holstein an Bodi der uns vor Jahren den Tip gab und für viele schöne Angeltage und Lachtränen in unseren Augen verantwortlich ist, DANKE DAFÜR!

P.S.: Auch vor jeder Rückfahrt gab es ein Dänisches Softeis…….

 

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